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Historie10

Herausragende Persönlichkeit des Schachklubs wird in den 50er und 60er Jahren zunächst Leo Hardell, dessen spielerisches Könnenund Theoriekenntnisse eine allgemeine Steigerung des Leistungsniveaus und größeren Zulauf für den Verein bewirken. Stolze 25 Namen nennt das Mitgliederverzeichnis vom März 1959, darunter erstmals zwei Damen. Was das heißt, wird vielleicht deutlicher, wenn man weiß, daß eine große überregionale Boulevard-Zeitung, deren Namen jeder kennt, 1962 ein Interview mit der damaligen deutschen Schach- meisterin Annemarie Brandler mit der Schlagzeile "Haben Frauen Verstand?" versieht - ohne sich zu schämen.Mit der Wahl Helmut Herrmanns zum Vorsitzenden tritt 1959 dann der Mann an die Spitze des Klubs, der wie kein anderer den Verein geprägt hat, der wie kein anderer mit ganzem Herzen für ihn zu wirken bereit war. Typisch fast der Anfang: Innerhalb weniger Wochen schnellt die Mitgliederzahl von 25 auf 38 hoch - und stabilisiert sich dort. 28 Jahre steht Helmut Herrmann dem Verein vor und macht ihnzu einer festen Größe im Schachsport unseres Raumes. Immer wieder bringt der Klub hervorragende Jugendspieler hervor, und immer wieder verkraftet er deren Abwanderung, ein Problem, vor dem Vereine kleiner Städte in peripherer Lage in besonderem Maße stehen.Als die Schulmannschaft des Mariengymnasiums 1984 den Titel des Deutschen Vizemeisters erringt, gehören drei der vier Spieler dem Schachklub Jever an.Nicht unerwähnt bleiben soll hier die Unterstützung, die uns in dieser Phase und bis heute durch die Stadt Jever zuteil wird, und es sei gestattet, daß ich in diesem Zusammenhang und mit Dank den ehemaligen Bürgermeister Ommo Ommen erwähne. Die Schachstadt-meisterschaft, die in diesem Jahr zum 26. Male ausgetragen wird, ist 1964 erstmals möglich, weil die Idee unseres Schachfreundes Edgar Apel bei Ommo Ommen auf offene Ohren stieß.Welche Bindungen Helmut Herrmann an den Verein schuf (bis Ende der 60er Jahre ist es durchaus üblich, daß man sich für sein Fehlenam Klubabend manchmal sogar schriftlich - entschuldigt), zeigt sich nach seinem Tod 1987. Zwei Jugendspieler, Ralph Philipps und Sven Helmer, denen die Belastung des Abiturs bevorstellt, übernehmen aufopferungsvoll kommissarisch die Vorstandsarbeit undwirken so der drohenden Krise entgegen, Ein Dankeschön sei an dieser Stelle auch hierfür noch einmal gesprochen.









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