Schachklub Jever macht’s spannend
Nachdem der SK Jever die ersten drei Mannschaftskämpfe gewonnen und das alte Jahr auf Tabellenplatz 1 beendet hat sollte im neuen Jahr die Serie fortgesetzt werden. Gegner war der Tabellenvorletzte SF Quakenbrück, für den die bisherige Saison eher unglücklich verlaufen ist. Jever dagegen stellte die nominell bisher stärkste Mannschaft der letzten Jahre auf. Da das Graftenhaus anderweitig belegt war, fand das Heimspiel im Schützenhof in einer sehr angenehmen und ruhigen Atmosphäre statt, soweit also standen die Vorzeichen gut.
Es begann mit einem schnellen Remis des Mannschaftsführers Thomas Lukossek an Brett 4 mit den weißen Steinen. Sowohl er als auch sein Gegner waren friedlich gestimmt und einigten sich bald darauf, den anderen Partien zusehen zu wollen.
Das zweite Ergebnis fiel am Spitzenbrett, wo der Jeveraner Thomas Schian sich mit Schwarz nach etwas fragwürdiger Eröffnungsbehandlung den wilden Opferangriffen seines Gegners ausgesetzt war. Der Angriff wurde abgewehrt und dann war schnell klar, dass die weiße Stellung hoffnungslos war, weshalb der Quakenbrücker dann nach etwa zweieinhalb Stunden auch die Segel strich.
Am dritten Brett spielte Reinhard Murina mit Schwarz und es gelang ihm, den Anzugsvorteil wett zu machen und sogar leichten Vorteil zu erlangen. Das Endspiel war jedoch letztlich ausgeglichen und somit einigten sich die Spieler auf ein Unentschieden.
Am zweiten Brett konnte Karl-Heinz Jürgens von Anfang mit Weiß die Initiative übernehmen und eine starke Angriffsstellung aufbauen. Ein Fehler des Quakenbrückers machte der Partie dann ein schnelles Gegner und nach der Aufgabe stand es also erfreulicherweise 3:1 für Jever.
Leider sah es für Wilke Eden, der mit Schwarz am fünften Brett spielte, zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich übel aus. Die Eröffnung ging für ihn schlecht aus und mündete in ein Mittelspiel, indem der Gegner die Iniative und Raumvorteil hatte. Letztlich fiel beim Übergang ins Endspiel erst ein Bauer und etwas später dann der zweite. Somit wurde die Partie folgerichtig aufgegeben und damit Wilkes Serie von drei Siegen in drei Spielen beendet.
Beim Zwischenstand von 3:2 musste nun also die letzte Partie die Entscheidung bringen und die sollte deutlich mehr als fünf Stunden dauern. Hermann Coordes für Jever war letztlich in einem etwas passiven Endspiel gelandet, das er auch zäh verteidigt hat. Für die schwierige Stellung verbrauchte er aber letztlich zu viel Zeit, und als seine Uhr 0:00 anzeigte war die Partie leider trotz bei korrektem Spiel ausgeglichener Stellung verloren.
Insgesamt also ein 3:3. Da der bisher punktgleiche Verfolger SK Varel sein Heimspiel knapp verloren hat, ist der SK Jever trotz des verlorenen Punktes weiterhin an der Tabellenspitze.
Weiter gehts mit der nächsten Runde am 23.02. Der Tabellenführer SK Jever muss zum Tabellenvierten SC Papenburg, der die Runde mit einem 5:1 Kantersieg gegen die SF Lohne äußerst erfolgreich gestalten konnte.
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